Ist man dann schon in Potsdam sucht man auch noch das eine oder andere Ziel was man noch besuchen kann. In diesem Fall ist die Wahl auf das Belvedere Pfingstberg gefallen. Es war gar nicht so einfach eine Parkmöglichkeit zu finden. Eigentlich gab es zu dieser Location keinen ausgewiesenen Parkplatz. Also schauten wir nach einer Möglichkeit das Auto abzustellen. Wir fanden an einen Abzweig von der Hauptstraße, eine gute Parkmöglichkeit an der Leonardo da Vinci Gesamtschule. Von da aus waren es noch eine halbe Stunde zu Fuß. Man geht direkt über die Strasse und folgt der Straße Am Hang bis es dann nach rechts abgeht. Dann noch 10 Minuten und man sieht das Prunkgebäude.

Das Belvedere Pfingstberg ist von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 6 Euro. Corona Maskenpflicht sind in der Schlossanlage nur an Aussichtspunkten erforderlich, ansonsten obliegt der bekannte Mindestabstand von 1,5 Metern. Da wir die Einzigen zu dieser Stunde waren konnten wir auf die Sicherungsmaßnahmen verzichten. Später kam eine Reisegruppe, die hatten es nicht so gut. Gut das wir so zeitige gekommen sind, da hatte ich auch nicht das Problem von zu viel Leuten im Foto. Leider spielte der Himmel an diesem Tag nicht mit. Ich hätte mir das Licht und die Wolken vom gestrigen Tag auf der Havel gewünscht. Aber so ist es nun mal. Es sind nicht immer alle guten Dinge beisammen. Die umliegenden Restaurants öffnen erst um 12 Uhr.

1847 wurde mit dem Bau begonnen. Bauherr war Friedrich Wilhelm IV. 1863 erfolgte die Fertigstellung des Belvederes. Da das Grundstück auf dem Pfingstberg lag, und man von diesem eine besondere Aussicht auf die Stadt Potsdam hatte, lag es nah diesen Ort in die Namensgebung des Prunkbaus mit einzubeziehen. Also hieß das Aussichtsschloss Friedrich Wilhelms IV. von nun an Pfingstberg Belvedere. Von seinen Italien Reisen beeinflusst, wollte er diese Architektur in großen Zügen mit einbringen. Die Villa Medici stand für die Turmarchitektur Pate. Auch die Inneneinrichtungen und die Wasserspiele waren eher der italienischen Architektur zu zuordnen. 1861 stirbt Friedrich Wilhelm IV. an einer schweren Krankheit. So hat er die Fertigstellung seines italienischen Traums nicht miterleben dürfen. So ist das Belvedere nie richtig fertig gestellt worden.

Heute genießt man von den Türmen des Belvederes eine atemberaubende Aussicht über Potsdam und seine Landschaften. So ist das Pfingstberg Belvedere UNESCO-Welterbe und nicht ganz ohne Grund spricht man hier von „Potsdams schönste Aussicht“.